Checkliste für die Schwangerschaft




Checkliste für die Schwangerschaft
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"Das große Glück ist manchmal ganz klein."


Mit einem positiven Schwangerschaftstest ändert sich plötzlich von heute auf morgen das ganze Leben. Viel Freude, die manchmal auch mit etwas Unsicherheit gepaart ist. Und plötzlich sind da jede Menge Dinge, mit denen man sich auseinandersetzen muss. Doch womit soll man da nur anfangen? Eine Hebamme suchen? Den Arbeitgeber informieren? Und wie sieht es mit der Krankenkasse aus? Schnell verliert man hier den Überblick

Wir haben für euch eine Checkliste erstellt, damit ihr alle relevanten Themen im Blick behaltet. Manche Dinge wiederum sind gar nicht zwingend notwendig oder sie können noch getrost bis nach der Geburt warten. Wenn ihr mehr wissen wollt, lest einfach weiter.


Checkliste für die Schwangerschaft
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Erstes Trimester

  • Informiert euch zu Beginn der Schwangerschaft über eine gesunde und ausgewogene Ernährung, sowie über kritische Lebensmittel, die in der Schwangerschaft gemieden werden sollten. Sicher hat euch der Frauenarzt schon über die Einnahme von Folsäure informiert.

  • Verzichtet von Anfang an auf Alkohol und Nikotin. Es kann eurem Baby schaden. Nehmt während der Schwangerschaft außerdem auch keine Medikamente ohne Rücksprache mit dem Arzt. Zuverlässige Informationen zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit findet ihr bei Embryotox.

  • Macht euch am besten jetzt schon auf die Suche nach einer Hebamme. Selbst in größeren Städten sind Hebammen leider oft Mangelware. Schwangere, die zu spät mit der Suche beginnen, müssen nicht selten auf die wertvolle Unterstützung während der Schwangerschaft, wie auch im Wochenbett verzichten. Wer sich dagegen frühzeitig auf die Suche macht, tut sich leichter.

  • Meldet euch am besten auch jetzt schon für einen Geburtsvorbereitungskurs an. Angebote zur Geburtsvorbereitung gibt es in den unterschiedlichsten Formen: Als wöchentlicher Abendkurs, als Wochenend- oder Crashkurs und auch als Kurs für Paare. Erkundigt euch nach den Angeboten bei Kliniken, Elternschulen oder Hebammen.

  • Ein klein wenig Abwägungssache ist es, wann ihr euren Arbeitgeber über die Schwangerschaft informieren wollt. Laut dem Paragraph 5 des Mutterschutzgesetzes besteht dem Arbeitgeber gegenüber eine Mitteilungspflicht. Demnach sollen werdende Mütter "...dem Arbeitgeber ihre Schwangerschaft und den mutmaßlichen Tag der Entbindung mitteilen, sobald ihnen ihr Zustand bekannt ist."

  • Manche Arbeitgeber wünschen auch ein Zeugnis über den berechneten Geburtstermin, um noch etwas besser planen zu können. Dieses kann euch euer Frauenarzt ausstellen. Die Kosten für das Zeugnis trägt der Arbeitgeber. Bedenkt immer: Je früher ihr euren Arbeitgeber informiert, umso früher können optimale Bedingungen geschaffen und potenzielle Gefährdungen vermieden werden.


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Zweites Trimester

  • Falls der werdende Papa für die erste Zeit nach der Geburt Elternzeit oder Urlaub nehmen möchte, sollte auch das frühzeitig mit dem Arbeitgeber besprochen werden. Wichtig: Die Elternzeit muss bis spätestens 7 Wochen vor ihrem Beginn beantragt werden.

  • Erkundigt euch, ob euch Mutterschaftsgeld zusteht und wie es zu beantragen ist. Mütter in Festanstellung erhalten in der Regel Mutterschaftsgeld im Zeitraum von 6 Wochen vor bis 8 Wochen (bzw. 12 Wochen bei Frühgeburten oder Zwillingen) nach der Geburt. Dieses wird bei gesetzlich Versicherten von der Krankenkasse gezahlt. Dazu kommt ein Zuschuss vom Arbeitgeber in Abhängigkeit eures bisherigen Gehalts.

  • Habt ihr schon eine Idee, wo euer Baby zur Welt kommen soll? Jetzt ist eine gute Zeit euch die Geburtshäuser und Kliniken in eurer Nähe anzusehen. Viele Krankenhäuser bieten regelmäßige Kreißsaalführungen und Infoabende für werdende Eltern.

  • Handelt es sich um euer erstes Kind? Dann meldet euch am besten auch gleich für einen Säuglingspflegekurs an. Dann kann euch beim Windeln wechseln und Baby baden keiner mehr etwas vormachen.


Tipp: Das zweite Trimester ist meistens die beste Zeit, wenn ihr vor der Geburt nochmal einen erholsamen Urlaub zu Zweit machen wollt.


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Drittes Trimester

  • Falls noch nicht geschehen, ist es jetzt an der Zeit, die nötige Baby-Erstausstattung* für das Baby zu besorgen. Aber Ruhe bewahren! Oft sind es gerade am Anfang nur wenige Dinge, die wirklich benötigt werden. Ein feudal eingerichtetes Spielzimmer wird euer Baby anfangs noch nicht benötigen. Das ist meistens eher für die Eltern schön. ;-) Sinnvoll sind aber in jedem Fall ein Beistellbettchen* und ein Wickelplatz, sowie ggf. Kinderwagen und eine Babyschale* für den sicheren Transport.

  • Außerdem benötigt euer Baby natürlich Kleidung, einen Schlafsack und wahrscheinlich jede Menge Spucktücher. Bedenkt dabei, dass gerade die kleinen Babygrößen nur sehr kurz getragen werden können und kauft deshalb vernünftige Mengen. Ein Winteroverall in Größe 56 kann zum Beispiel nicht länger als 2 oder 3 Monate getragen werden.

  • Wichtig: Babykleidung und sonstige Babytextilien vor der Geburt gut waschen, um eventuelle Rückstände aus den Textilien zu entfernen. Verwendet dazu ein geeignetes Waschmittel und verzichtet am besten auf Weichspüler, denn dies kann Allergien und Hautreizungen bei empfindlichen Neugeborenen hervorrufen.

  • Anträge für Elterngeld, Kindergeld u.a. können idealerweise schon jetzt vorbereitet und so weit wie möglich ausgefüllt werden. Das spart Zeit und Nerven nach der Geburt. Unverheiratete Paare sollten am besten schon vor der Geburt die Vaterschaft anerkennen lassen und sich ggf. um das gemeinsame Sorgerecht kümmern.

  • Spätestens 4-6 Wochen vor dem Geburtstermin solltet ihr dann auch die Kliniktasche packen. Denkt dabei auch an die wichtigen Unterlagen, sowie an die Sachen für das Baby und den Partner. Schaut euch dazu am besten mal den Link dazu an.

  • Falls während der Geburt und des Krankenhausaufenthalts ältere Geschwister betreut werden müssen, organisiert rechtzeitig einen Babysitter

  • Ab der 33. SSW wird euch der Frauenarzt eine Bescheinigung über den voraussichtlichen Entbindungstermin ausstellen, den ihr für den Antrag auf Mutterschaftsgeld bei der gesetzlichen Krankenkasse einreichen müsst.

  • Erkundigt euch bei der Krankenkasse auch gleich mit, wie ihr das Baby nach der Geburt versichern könnt. Im einfachsten Fall kann das Baby bei einem der beiden Elternteile mitversichert werden. Wenn die Eltern verheiratet sind und beide gesetzlich versichert sind, ist dies in der Regel problemlos möglich.

  • Bis spätestens 7 Wochen vor Ende des Mutterschutzes müssen werdende Mamas ihre Elternzeit beantragen, wenn sie diese direkt im Anschluss nehmen möchten. Dabei wird für die Zeit bis zum 2. Geburtstag festgelegt, für welche Zeiträume die Elternzeit genommen werden soll.

  • Zu guter Letzt solltet ihr rechtzeitig nach einem guten Kinderarzt Ausschau halten. Die ersten beiden Vorsorgeuntersuchungen U1 und U2 werden meistens im Krankenhaus durchgeführt. Doch spätestens für die U3, die in der 4. bis 5. Lebenswoche gemacht wird, benötigt ihr einen Termin beim Kinderarzt.


Unsere Checkliste zum Download

Eine ganze Menge Dinge, die vor der Geburt erledigt werden müssen. Aber es sieht zum Glück schlimmer aus, als es wirklich ist und 9 Monate sind ausreichend Zeit. Lasst euch also nicht aus der Ruhe bringen und bereitet auch Schritt für Schritt auf euer Baby vor.


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