Babys baden - Wann, wie oft und wie?


Von Windelprinz Redaktion -

Babys baden
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Babys erstes Bad ist immer ein besonderer Moment - für Eltern und Kind. Doch wann ist eigentlich der richtige Zeitpunkt, um mit dem Baden von Babys zu beginnen? Wie könnt ihr euer Baby beim Baden sicher halten?  Und was ist die richtige Badedauer und Wassertemperatur für Babys?

Oftmals wird das erste Bad von der Nachsorgehebamme begleitet. Doch auch wenn ihr keine Hebamme habt oder ihr beim ersten Mal ohne fremde Hilfe einfach verunsichert seid, ist das Baden von Neugeborenen kein Hexenwerk - solange ihr ein paar grundlegende Tipps beherzigt.



Wann sollte man ein Baby das erste Mal baden?

Wann genau der richtige Zeitpunkt ist, liegt ein Stück weit im Ermessen der Eltern. Ein guter Zeitpunkt ist, wenn es mit einem guten Gefühl einhergeht. Grundsätzlich besteht aber kein Druck und keine Eile, denn schließlich sind Neugeborene nicht schmutzig. Die sanfte Körperreinigung mit einem weichen Waschlappen und die Reinigung des Windelbereichs beim Wickeln genügen in der ersten Zeit vollkommen.

Grundsätzlich solltet ihr mit dem Baden eures Babys aber mindestens so lange warten bis die Nabelschnur abgefallen und der Nabel vollständig abgeheilt ist.


Wann nach dem Stillen sollte man das Baby baden?

Der richtige Zeitpunkt zum Baden ist dann, wenn euer Baby wach und zufrieden ist. Es sollte weder schläfrig noch hungrig sein und die letzte Mahlzeit sollte ca. eine halbe Stunde zurückliegen, denn auch mit vollem Bauch badet es sich nicht gut.

Prinzipiell könnt ihr euer Baby zu jeder Tageszeit baden. Viele Eltern bevorzugen das Baden abends, mit ausreichend Zeitpuffer vor dem Nachtschlaf. Denn ein Bad vor dem Schlafengehen wirkt beruhigend und entspannend - für Erwachsene wie auch für Babys. Viele Babys schlummern nach dem Baden selig ein.


Wo badet man ein Baby?

Worin ihr euer Baby baden wollt, ist ein Stück weit Geschmacksache. Der Klassiker hierzu ist eine Babybadewanne* - idealerweise mit einem passenden Gestell, das Stabilität, Sicherheit und eine gute Ergonomie bietet. Euer Rücken wird es danken.

Eine beliebte Alternative sind Badeeimer (auch "Tummy Tubs"* genannt). Sie sind deutlich enger als Babybadewannen und eignen sich in erster Linie für Neugeborene und kleine Babys bis 4 oder 5 Monate. Die beengte Umgebung im warmen Wasser wird mit dem Mutterleib assoziiert. Die Verwendung ist einfach und sicher, da die Kleinen im Badeeimer gut fixiert sind. Badeeimer werden deshalb auch häufig von Hebammen empfohlen.


Baby-Badeeimer
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Eine weitere Alternative - zumindest in der Anfangszeit - ist das Badybad im Waschbecken. Richtig gelesen. Diese Variante ist nahezu in jeder Wohnung und auch unterwegs, z.B. im Hotel möglich. Dennoch ist hier eine besondere Vorsicht geboten. Auf keinen Fall sollte euer Baby während des Badens den Wasserhahn greifen, denn so bestünde das Risiko, dass es sich an zu heißen Wasser verbrüht. Die Haut von Säuglingen ist diesbezüglich sehr sensibel. Lasst deshalb bitte auch kein heißes Wasser nachlaufen, so lange das Baby im Waschbecken ist.

Ungeeignet für das Baden von Säuglingen ist die normale Badewanne. Aufgrund der Höhe des Badewannenrands ist es nicht möglich, das Baby beim Baden mit dem richtigen Griff sicher zu halten. Und auch für die Eltern würde die Position binnen kurzer Zeit zu Rückenschmerzen führen. Badewannensitze können hier zwar ein wenig unterstützen, wirklich empfehlenswert ist das Baden in der normalen Badewanne aber erst dann, wann das Baby eigenständig und sicher sitzen kann.


Was wird zum Baden alles benötigt?

Vor dem Baden sollet ihr alle benötigten Dinge zurechtlegen und auch den Wickelplatz vorbereiten, damit es  euer Baby nach dem Baden schnell warm und trocken hat. Breitet auf der Wickelunterlage schon mal ein großes Handtuch mit Kapuze aus, legt Windel, Kleidung und Babybürste in Reichweite. Neugeborene kühlen schnell aus. Darum solltet ihr das Zimmer am besten schön warm vorheizen. Viele Babys lieben es, nach dem Baden trocken geföhnt zu werden. In dem Fall legt in Reichweite des trockenen Wickelplatzes auch einen Fön bereit. Auf was dabei zu achten ist lest ihr weiter unten.

Für das bevorstehende Bad befüllt ihr die Babybadewanne oder den Badeeimer zu rund drei viertel mit warmen Wasser. Die optimale Wassertemperatur für das Babybad beträgt 37 Grad Celsius. Verwendet unbedingt ein Badethermometer*, um auf Nummer sicher zu gehen. Als Erwachsene habt ihr ein anderes Wärmeempfinden als euer Baby, so dass die Handprobe nach Gefühl nicht ausreicht.

Badewannenspielzeug und Badezusätze werden anfangs noch nicht benötigt. Es können dem Badewasser jedoch ein paar Spritzer reines Bio-Mandelöl* oder Muttermilch beigefügt werden. Legt außerdem einen weichen Waschlappen in greifbarer Nähe bereit. Dieser darf natürlich gerne ein lustiges Motiv haben. Falls der vorbereitete Wickelplatz nicht im gleichen Raum ist, sollte auch ein Kaputzenhandtuch griffbereit sein.

Nun kann es los gehen. Zieht euer Baby aus und reinigt ggf. nochmal gründlich den Windelbereich, falls notwendig. Dann kann der Badespaß beginnen, bevor das Wasser wieder abkühlt. Lasst wegen der Verbrühungsgefahr kein heißes Wasser während des Bades nachlaufen.


Wie badet man ein Neugeborenes richtig?

Lasst euer Baby behutsam und mit den Füßen voran ins Wasser gleiten und haltet euer Kind dabei sicher mit dem nachfolgend erklärten Handgriff. Am besten sprecht oder singt ihr währenddessen mit eurem Kind. Das wirkt beruhigend und vertraut. Wenn ihr selbst nervös wirkt, überträgt sich die Unsicherheit auch auf euer Baby.

 
Babys richtig baden
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Lasst euer Baby mit den Füßchen den Rand der Babybadewanne berühren, denn das vermittelt ein Gefühl von Sicherheit und Halt. Gebt eurem Baby ein wenig Zeit, sich an das Wasser und die neue Umgebung zu gewöhnen. Es soll das Bad genießen.


Beim Waschen und Abtrocknen auf Körperfalten achten


Wenn sich euer Baby ans das Wasser gewöhnt hat, könnt ihr es mit dem bereitgelegten Waschlappen in eurer freien Hand sanft waschen. Berücksichtigt beim Waschen auch die schlechter zugänglichen Stellen, wie unter den Achseln, hinter den Ohren, zwischen den Zehen, im Genitalbereich und am Po, sowie zwischen den Körperfalten an den Beinchen oder am Hals. Das Köpfchen und die Haare folgen erst ganz zum Schluss, damit euer Baby nicht auskühlt oder sich erkältet. Beachtet auch die empfohlene Badedauer für Babys.

Nach dem ihr Kopf und Haare gewaschen habt, wird es Zeit euer Baby in das vorbereitete Handtuch zu packen und sanft trocken zu tupfen. Berücksichtigt auch beim Abtrocknen wieder die schlechter zugänglichen Stellen und Hautfalten. Durch zurückbleibende Feuchtigkeit können wunde Stellen entstehen.


Babys fönen - aber richtig


Zählt euer Baby zu denjenigen, die warme Föhnluft lieben? Das ist eine tolle Möglichkeit euren kleinen Schatz gut trocken zu bekommen. Aber es darf auf keinen Fall zu heiß sein. Wählt eine lauwarme bzw. mittlere Temperaturstufe und haltet immer die Hand zwischen den Föhn und euer Baby.

Ebenfalls wichtig: Seid mit dem Fön sehr vorsichtig. Besonders kleine Jungs entleeren auf dem Wickeltisch gern ihre Blase, wobei der Pipistrahl sich als Fontäne über einen große Reichweite verteilen kann. Beim Föhnen kann das sehr schnell gefährlich werden. Vor und nach der Nutzung wird der Fön ausgesteckt.



Wie wird das Baby beim Baden sicher gehalten?


Babys baden
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Mit einem sehr einfachen Griff könnt ihr euer Baby von Anfang an sicher im Wasser halten. Dazu schiebt euren linken Unterarm unter den Nacken eures Babys. Mit eurer linken Hand umfasst ihr nun den linken Oberarm eures Kindes um es im Wasser während der gesamten Badezeit sicher festzuhalten. Schließt den Oberarm dazu am besten zwischen eurem Daumen und Zeige-oder Mittelfinger ein.

Mit der rechten Hand wird zu Beginn der Popo des Babys gehalten um es achtsam und mit den Füßen voran in das Wasser gleiten zu lassen. Die Füßchen berühren idealerweise das Ende der Wanne. Ist euer Baby in einer bequemen Badeposition, so ist eure rechte Hand frei zum Waschen.


Wie oft badet man einen Säugling?

In den ersten Lebensmonaten werden Babys zum Glück nur selten wirklich schmutzig. Deshalb müssen Babys auch nicht täglich gebadet werden. Abgesehen von akuten Anlässen und starkem Verschmutzungsgrad, genügt es anfangs vollkommen, einmal pro Woche zu baden.

Nach ca. zwei Monaten könnt ihr euer Baby bis zu bis zweimal die Woche baden. Je nachdem, wie weitreichend und intensiv die Verschmutzung ist, kann ein kurzes Bad angenehmer und effizienter sein, als die Reinigung mit dem Waschlappen. Bedenkt aber, dass zu häufiges Baden die Haut austrocknen kann.


Wie lange sollte man ein Baby baden?

Die Badezeit sollte in den ersten zwei Monaten nur 5 bis 10 Minuten betragen. In den darauffolgenden Monaten können Eltern die Badedauer bei Gefallen langsam um ein paar Minuten steigern. Maßgeblich ist dabei, ob das Baby sich wohlfühlt. Spätestens aber wenn das Wasser abkühlt, sollte das Badevergnügen beendet werden.


Kann man ein Baby mit Nabelschnur baden?

Nein, das Baden mit Nabelschnur ist wirklich nicht zu empfehlen. So lange sich der Nabelstumpf noch nicht abgelöst hat - und auch so lange der Nabel noch nicht vollständig abgeheilt ist - solltet ihr mit dem Baden eures Babys noch abwarten. Zu hoch wäre sonst das Risiko, dass Keime eindringen und der Nabel sich entzündet.

Dennoch ist Körperpflege wichtig. Bereitet dazu eine Schüssel mit warmem Wasser und einen weichen Waschlappen vor und legt euer Baby auf ein sauberes Handtuch auf dem Wickelplatz. Nutzt ihr eine Wärmelampe könnt ihr das Baby ganz ausziehen um es zu waschen. Falls nicht, wickelt es einfach warm in das Handtuch ein und reinigt sanft ein Körperteil nach dem anderen, während das Baby mollig warm im Handtuch eingekuschelt bleibt.



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