Wochenbett
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"Ein Kind ist eine sichtbar gewordene Liebe."
Novalis

Zuhause mit dem Baby - Wochenbett & Rückbildung


Wenn du nach der Entbindung mit eurem neuen Familienmitglied nachhause kommst, wollt ihr es euch möglichst komfortabel machen. Die ersten 8 Wochen gelten als sog. Wochenbett und dienen dazu, dass Mutter und Kind sich von der Geburt erholen können, aber auch damit wichtige Prozesse und Abläufe wie das Stillen sich einspielen können.


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Damit die ersten Tage Zuhause nicht zu einer Einkaufs(tor)tour werden oder in einen Erledigungsmarathon ausarten, erhältst du hier nützliche Tipps für Anschaffungen, die du bereits vor der Geburt Eures Kindes für die Zeit des Wochenbetts erledigen kannst. Erfahre hier mehr über die Bedeutung des Wochenbetts, den Wochenfluss und die Rückbildung.

Wochenbett - Was bedeutet das genau?

Das Wochenbett (lat. puerperium) beschreibt die ersten 6-8 Wochen nach der Entbindung, inklusive der Rückbildung. Die Zeit soll dazu dienen, dass die Mutter (Wöchnerin) sich von Schwangerschaft und Geburt erholen und der Körper sich hormonell umstellen kann. Die Wunde, die durch die Ablösung der Plazenta an der Gebärmutter entsteht, kann im Wochenbett heilen. Ebenso heilen sollen Geburtsverletzungen, die beispielsweise durch einen Dammriss, Dammschnitt oder durch einen Kaiserschnitt entstanden sind.

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Dammnaht

Auch der Hormonspiegel verändert sich nach der Geburt sehr drastisch, was zu Stimmungsschwankungen, Schweißausbrüchen o.ä. führen kann. Das liegt daran, dass die Konzentration der Schwangerschaftshormone Östrogen, Progesteron und humanes Choriongonadotropin (Abk. hCG) rapide abnimmt und stattdesssen nun Hormone wie Prolaktin und Oxytocin ausgeschüttet werden, die insbesondere Milchbildung anregen sollen.

Anschaffungen für das Wochenbett

Für das Baby:

  1. Windeln*, z.B. Pampers Größe 1
  2. Wickelunterlagen*
  3. Einmal-Waschlappen* (sind besser als Feuchttücher, wobei i.d.R. nichts dagegen spricht, solche für unterwegs zu verwenden)
  4. Baby-Creme, z.B. Weiße Malve* oder Calendula* von Weleda
  5. Trinkflasche mit passendem Sauger für Muttermilch/Säuglingsmilch, z.B. Lansinoh Natural Wave* oder Medela Calma* (auch wenn du Stillen möchtest, ist es ratsam eine vorrätig zu haben, falls du mal zufüttern musst)
  6. Siehe außerdem: Baby-Erstausstattung*

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Für Mama:

  1. Wochenbetteinlagen*, z.B. Strampelpeter
  2. Stilleinlagen, z.B. von Lansinoh* oder Penaten Mama*
  3. Wollwachs* (auch Lanolin genannt), z.B. von Lansinoh (gegen wunde Brustwarzen vom Stillen)
  4. Still-Tee*, z.B. von Weleda
  5. Leinsamen oder Indische Flohsamen*, gegen Verstopfung nach der Entbindung
  6. Arnika Kompressen*, z.B. von Wala (hilfreich bei Geburtsverletzungen) ➜ Tipp: Diese am Besten in den Kühlschrank geben und gekühlt verwenden.
  7. Bei der Rückbildung kann ein Rückbildungsmieder, wie z.B. die ReBelt Panty von Anita Maternity* unterstützen.

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Der Wochenfluss

Im Anschluss an die Geburt das Babys löst sich die Plazenta von der Gebärmutter ab. Dieser wichtige Prozess, der auch als "Nachgeburt" bekannt ist, zählt noch zur Geburt dazu, so dass man erst von einer vollständigen Geburt spricht, wenn auch die Plazenta "geboren" wurde. Durch die Ablösung entsteht an der Gebärmutter eine Wundfläche, die während der Zeit des Wochenbetts verheilt. Der Heilungsprozess nach der Geburt kann 6-8 Wochen andauern.

Während der Heilung sondert der Körper ein Wundsekret ab, mit Hilfe dessen überflüssige Gewebereste aus der Gebärmutter ausgescheiden werden. Das Sekret wird Wochenfluss (auch: Lochien) genannt und es wird 2-6 Wochen lang ausgeschieden. Während dieser Zeit verändert es sich von anfangs dunkelrot über hellrot, bis hin zu gelblich.

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Wochenbettvorlagen

Um den Wochenfluss aufzunehmen gibt es spezielle Wöchnerinnen-Vorlagen. Normale Binden reichen gerade anfangs nicht aus. Auch auf Tampons sollte komplett verichtet werden, da der Wochenfluss zu jeder Zeit ungehindert ablaufen können soll. Endet der Wochenfluss abrupt oder wird er nach einiger Zeit plötzlich wieder sehr stark, so kann dies auf Komplikationen hindeuten und man sollte mit der Nachsorge-Hebamme oder dem Frauenarzt darüber sprechen.

Die Rückbildung

Bewegung ist nach der Geburt wichtig und du solltest einige Übungen kennen, die man schon im Wochenbett machen darf. Geeignete Wochenbett-Übungen bekommt man oft im Krankenhaus erklärt. Viele Geburtskliniken bieten dazu sogar eine spezielle Wochenbettgymnastik an. Die gelernten Übungen kannst du zu Hause fortführen. Lass dir ansonsten geeignete Übungen von deiner Hebamme zeigen.

Nach dem Wochenbett sollte dann auch mit einer gezielten Rückbildung begonnen werden, insbesondere um den Beckenboden zu stärken, der durch die Schwangerschaft und Geburt stark beansprucht wurde. Am Besten meldest du dich schon frühzeitig für einen Rückbildungskurs in deiner Nähe an.

Die meisten Rückbildungskurse beginnen ungefähr 6-8 Wochen nach der Entbindung. Bei einem Kaiserschnitt kann das auch etwas später sein. Der richtige Zeitpunkt sollte in diesem Fall mit dem Arzt oder der Hebamme besprochen werden.

Die Kosten für einen Rückbildungskurs werden von den Krankenkassen in der Regel für bis zu 10 Stunden übernommen. Du solltest den Kurs dazu innerhalb von 9 Monaten nach der Geburt abschließen.

Lese-Tipps


Tolle Idee für hungrige Mamas: In ihrem Blog "NUR 5 ZUTATEN" stellt Kateryna Kogan, die sich selbst als "Lebensmittel-Minimalistin" tituliert, leckere Koch-Rezepte zum Essen im Wochenbett vor, die ohne viel Aufwand zubereitet werden können, sättigend sind und Energie geben. Die vorgestellten Gerichte können auch vorgekocht und eingefroren werden können.


Für weitere 5 Zutaten Gerichte wird man außerdem bei Jamie Oliver tolle Inspirationen finden:

Jamie Oliver
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