Elterngeldrechner 2021


Von Windelprinz Redaktion -

Elterngeldrechner 2021
 © PIX1861 / Pixabay - Elterngeldrechner 2021: Jetzt dein Elterngeld berechnen

Mit unserem Elterngeldrechner kannst du schnell und unkompliziert das Elterngeld berechnen, das dir zusteht. Es genügt bereits die Angabe deines Nettoeinkommens - und mit wenigen Klicks erhältst du einen Richtwert auf Basis der in 2021 geltenden Berechnungsgrundlagen.

Mit einem Baby beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Neben den Vorsorgeuntersuchungen und einer gesunden Lebensweise steht nun auch die monetäre Planung des künftigen Lebens als Familie im Vordergrund. Finanzielle Sicherheit ist da ein wichtiger Punkt. Unser Elterngeldrechner wurde als kompakter Schnellrechner konzipiert. Er ermittelt auf Basis deines durchschnittlichen Nettoeinkommens einen guten Richtwert des zu erwartenden Elterngeldes.


Elterngeldrechner












Wer darf Elterngeld beziehen?

Grundsätzlich zahlt der Staat das Elterngeld an jene aus, die ein Baby zur Welt bringen. Es soll dabei helfen, die finanziellen Einbußen in der ersten Zeit mit dem Kind abzumildern, um Familien nicht in Bedrängnis zu bringen. Sowohl Arbeitnehmer als auch Selbständige, Studenten und Arbeitslose können einen Antrag auf Elterngeld stellen. Wer sich schon vor der Geburt trennt, muss wissen: Nur derjenige, bei dem das Kind zu über siebzig Prozent lebt, kann Elterngeld erhalten.


Elterngeld-Anspruch
 © Lernestorod / Pixabay

Die meisten Schwangeren in Deutschland können nach der Geburt Elterngeld beziehen.

Die Voraussetzungen für den Bezug von Elterngeld sind klar geregelt. So dürfen Eltern in Deutschland die Leistung nur dann erhalten, wenn sie verschiedene Punkte erfüllen:

Voraussetzungen für den Bezug von Elterngeld


  • einen Wohnsitz in der Bundesrepublik vorweisen können,
  • gemeinsam mit dem Baby in einem Haushalt leben,
  • ihr Baby selbst betreuen und
  • maximal 30 Stunden in der Woche arbeiten.

Auch das Einkommen spielt eine Rolle bei der Berechtigung. Da das Elterngeld eine Unterstützungsleitung darstellt, nimmt das Gesetz Eltern mit sehr hohem Einkommen aus. Wer also gemeinsam im Jahr vor der Geburt mehr als 500.000 Euro verdient hat, kann kein Elterngeld erhalten. Grundlage hierfür ist nicht das Bruttogehalt, sondern das zu versteuernde Einkommen. Für Alleinerziehende liegt diese Grenze bei 250.000 Euro. Hier ist davon auszugehen, dass Familien die finanzielle Belastung der Babyzeit durch Rücklagen selbst stemmen können.




Elterngeld - Quelle: Youtube | BMFSFJ


Formen des Elterngeldes

Es gibt zwei verschiedene Arten, Elterngeld zu beziehen. Die klassische Variante ist das sogenannte Basiselterngeld. Seit 2015 gibt es zusätzlich die Sonderform "Elterngeld Plus", die mehr Flexibilität für berufstätige Eltern bietet.


Basiselterngeld


Das Basiselterngeld kann bis zu vierzehn Monate lang ausgezahlt werden kann. 14 Monate aber sind nur dann möglich, wenn beide Elternteile einen Antrag stellen. Hier stehen jedem Elternteil höchstens zwölf und wenigstens zwei Monate zur Verfügung. Es ist also beispielsweise möglich, dass die Mutter zehn Monate Elterngeld bezieht, während der Vater sich für vier Monate entscheidet. Das ist immer beliebter, denn die Anzahl der Väter, die ebenfalls Elternzeit nehmen, steigt. In 2018 nahmen laut Statistik 1.396.113 Frauen und 432.919 Männer Elterngeld in Anspruch.


Elterngeld Plus


Die zweite Möglichkeit des Elterngeldbezuges nennt sich "Elterngeld Plus". Hierbei handelt es sich um eine Sonderform, die zur Unterstützung arbeitender Eltern dienen soll. Dann wird das Elterngeld doppelt so lange ausgezahlt, wobei sich die monatlichen Beträge halbieren. Der Vorteil liegt in der modifizierten Anrechnung von Verdiensten während der Bezugszeit, weswegen am Schluss mehr vom Elterngeld übrig bleibt. Auch können Eltern im Rahmen des Elterngeld Plus Konzeptes einen Partnerschaftsbonus in Anspruch nehmen. Betreuen sie ihr Kind rund vier Monate lang gleichzeitig und arbeiten sie hier nicht mehr als 25 bis 30 Stunden pro Woche, stehen ihnen vier zusätzliche Monate Elterngeld zu.

Wichtig: Wenn du Mutterschaftsgeld beziehst, wird dieses inklusive Arbeitgeberzuschuss mit dem Elterngeld verrechnet. Außerdem kannst du in diesem Zeitraum nur Basiselterngeld, jedoch kein Elterngeld Plus erhalten.

Doch das ist kein Grund zur Sorge: Basiselterngeld und Elterngeld Plus können flexibel miteinander kombiniert werden. Lies dazu einfach weiter.


Kombination von Basiselterngeld mit Elterngeld Plus


Eine weitere Möglichkeit ist, das Basiselterngeld und Elterngeld Plus sowie den Partnerschaftsbonus miteinander zu kombinieren und die Zeit somit optimal auszunutzen. Das nachfolgende Youtube-Video vom BMFSFJ erklärt das sehr gut.




Das neue Elterngeld Plus - Quelle: Youtube | BMFSFJ

Unser Tipp: Auf dem Familienportal des BMFSFJ finden Eltern einen detaillierten Rechner mit Planer, der auch die Kombinationen von Basiselterngeld mit Elterngeld Plus berücksichtigt. Ihr müsst dafür jedoch ein wenig mehr Zeit einplanen, als für unseren kompakten Elterngeldrechner


Elterngeldantrag - so funktioniert er

Das Elterngeld wird bei der zuständigen Elterngeldstelle beantragt. Da dem Antrag unter anderem die Geburtsurkunde des Kindes beigelegt werden muss, ist er erst ab der Geburt möglich. Hier sollten Eltern zügig handeln, denn das Elterngeld kann höchstens drei Monate rückwirkend gezahlt werden. Wer den Elterngeldantrag also erst sechs Monate nach der Geburt stellt, verliert seinen Anspruch auf drei Monate.

Da die erste Zeit mit Baby ganz schön turbulent sein kann, lohnt es sich, den Elterngeldantrag schon vor der Geburt weitestgehend auszufüllen. So müssen nach der Geburt nur noch wenige Angaben ergänzt werden und fehlende Unterlagen, wie die Geburtsurkunde, beigefügt werden.


Elterngeldantrag
 © kelin / Pixabay - Ab der Geburt möglich: Elterngeldantrag

Der Antrag auf Elterngeld kann erst nach der Geburt gestellt werden.

Auch bei den Antragsformularen sollten Eltern genau hinsehen, denn diese unterscheiden sich von Bundesland zu Bundesland. Die richtigen Formulare für dein Bundesland findest du bei deiner zuständigen Elterngeldstelle oder auch hier: familienportal.de

Eltern, die in Berlin, Bremen, Hamburg, Rheinland-Pfalz, Sachsen oder Thüringen leben, wird ein besonderer Komfort zuteil. Sie können das Elterngeld online beantragen.


Wichtige Unterlagen für den Elterngeldantrag


Damit es nach dem Antrag möglichst keine Rückfragen oder Nachforderungen fehlender Dokumente gibt, sollten Eltern bei der Zusammenstellung aller notwendigen Punkte sehr sorgfältig vorgehen. Zusätzlich zum vollständig ausgefüllten Antrag müssen auch eingereicht werden:

  • Geburtsurkunde des Babys
  • Einkommensnachweise
  • Kopien der Personalausweise von Mutter und Vater
  • Bescheinigung der Krankenkasse über die Zahlung von Mutterschaftsgeld
  • Bescheinigung des Arbeitgeberzuschusses bei Mutterschaftsgeld
  • Bescheinigung des Arbeitgebers über die bewilligte Elternzeit

Sollten eventuell weitere Unterlagen nötig sein, informiert die individuelle Elterngeldstelle darüber.


Nachdem der Elterngeldantrag eingereicht und vollständig bearbeitet wurde, erhalten Eltern einen Bescheid über die genaue Höhe der künftigen Elterngeldzahlungen. Einen groben Richtwert vorab liefert euch bis dahin unser Elterngeldrechner. Wie lange es konkret dauert, bis die Bearbeitung abgeschlossen und das Elterngeld zum ersten Mal überwiesen wird, ist unterschiedlich und hängt von der aktuellen Auslastung der Behörde ab.


Berechnung des Elterngeldes

Welcher genaue Elterngeldbetrag während der Bezugszeit ausgezahlt wird, errechnet sich anhand des Nettoeinkommens. Der Elternteil, der Elterngeld beantragt, muss hierfür seine Einkünfte der letzten zwölf Monate vor der Geburt belegen. Von der Berechnung ausgenommen sind die Mutterschutzfrist und eventuelle Einkommens-Einbußen aufgrund schwangerschaftsbedingter Krankheitsausfälle.


Nettoeinkommen & Ersatzrate


Maßgeblich für die Höhe des Elterngeldes ist das durchschnittliche Nettoeinkommen. Unser Elterngeldrechner ermittelt daraus das elterngeldrechtliche Netto. Dazu wird eine Pauschale für Werbungskosten, der sogenannte Arbeitnehmer-Pauschbetrag in Höhe von 1000 EUR/Jahr bzw. 83,33 EUR/Monat abgezogen.

Anschließend kommt die sogenannte Ersatzrate gem. §2 BEEG zum Ansatz - ein Prozentsatz zwischen 65 und 100. Bei Einkommen unter 1.000 EUR im Monat steigt die Ersatzrate ausgehend von 67 Prozent schrittweise an. Bei Einkommen über 1.000 EUR im Monat liegt sie zwischen 65 und 67 Prozent. Ab 1.240 EUR im Monat sind es konstant 65 Prozent. Mindestens erhalten Eltern 300 Euro und höchstens 1.800 Euro monatlich als Elterngeld-Grundbetrag.


Mehrlingszuschlag & Geschwisterbonus


Hinzugerechnet werden zu diesem Grundbetrag ggf. noch Zuschläge für Mehrlingsgeburten. Bei einer Mehrlingsgeburt beträgt der sogenannte Mehrlingszuschlag aktuell 300 Euro pro weiterem Kind. So kommen bei Zwillingen 300 Euro und bei Drillingen 600 Euro hinzu.

Auch ein Geschwisterbonus bei bereits vorhandenen Kindern wird dem Grundbetrag hinzugerechnet. Voraussetzung dafür ist, dass es bereits ein Kind unter 3 Jahren oder zwei Kinder unter 6 Jahren gibt. Ferner wird der Geschwisterbonus bei Kindern mit Behinderung (ab GDB 20) bis zum vollendeten 14. Lebensjahr ausbezahlt. Der Geschwisterbonus greift nur einmalig, also nicht pro Geschwisterkind. Er beträgt 10 Prozent vom Elterngeld-Grundbetrag, mindestens jedoch 75 Euro pro Monat. Bei ElterngeldPlus beträgt der Geschwisterbonus mindestens 37,50 Euro pro Monat.


Elterngeld berechnen
 © PhotographyByMK / stock.adobe.com - Das Elterngeld wird individuell berechnet

Das Elterngeld errechnet sich anhand des Nettoeinkommens.


Progressionsvorbehalt


Versteuert werden muss das Elterngeld nicht. Es wirkt sich allerdings auf den sogenannten Progressionsvorbehalt aus, der über den Einkommenssteuersatz entscheidet. So kann das Elterngeld durchaus eine etwas höhere steuerliche Belastung mit sich bringen. Wer Arbeitslosengeld II, Kinderzuschlag oder Sozialhilfe bezieht, sollte außerdem wissen, dass das Elterngeld hier sofort angerechnet wird, weswegen sich keine nennenswerte Erhöhung des Einkommens ergibt.


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Mehr Infos:

▶ Wichtige Anträge im Überblick: Mutterschaftsgeld, Elterngeld, Kindergeld
▶ Schwanger und arbeitslos - Was steht mir zu?
▶ ElterngeldDigital (BMFSFJ)
▶ Familienportal (BMFSFJ) - Elterngeld


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