Kliniktasche auch für Papa?


Von Windelprinz Redaktion -

Kliniktasche für Väter
 © Free-Photos / Pixabay - Kliniktasche für den Papa

"Ein bisschen Mama, ein bisschen Papa und ganz viel Wunder!"
Sprichwort


Auch werdende Väter benötigen im Krankenhaus, abgesehen von viel Geduld und guten Nerven, ein paar Kleinigkeiten. Diese sollten sie am besten bereits im Voraus packen, damit es am Tag der Entbindung nicht unnötig hektisch wird.

Nicht selten dauert eine Geburt über alle Geburtsphasen hinweg 10 Stunden oder sogar länger - vor allem dann, wenn es das erste Kind ist. Damit auch der werdende Papa für diese aufregenden Stunden gut ausgerüstet ist, sollten ein paar nützliche Dinge in die Kreißsaaltasche eingepackt werden:

Papas Kliniktasche für den Kreißsaal:

  1. Getränk
  2. Kleingeld für Parkhaus und Kaffeeautomat
  3. Nervennahrung, z. B. Apfel, Schoko-oder Müsliriegel
  4. Bonbons oder Kaugummis für den guten Atem
  5. Zahnputzzeug & Deodorant
  6. Frisches T-Shirt bzw. Wechselkleidung
  7. Badeschuhe, Handtuch + Badehose, falls eine Wassergeburt geplant ist
  8. Evtl. etwas zum Lesen
  9. Handy & Ladegerät - Aber bitte lautlos! Deine Partnerin möchte keinen Anruf vom Chef im Kreißsaal ;-)
  10. Fotokamera (ggf. mit Ersatzakku) für die ersten Schnappschüsse

Wichtig: Besprecht vorab, ob und wann Fotos gemacht werden sollen. Und auch, ob diese an Angehörige verschickt werden oder erst mal privat bleiben.


7 Tipps für Väter im Kreißsaal

Was vor einigen Jahrzehnten noch als unüblich galt, zählt heute zur normalsten Sache der Welt: Väter begleiten ihre Partnerin bei der Entbindung. Dabei geht es weniger ums Helfen, sondern einfach darum, der Partnerin emotional beizustehen. Viele Väter fühlen sich bei der Geburt hilflos, weil sie so wenig tun können. Doch das ist vollkommen unnötig. Spende als werdender Vater deiner Partnerin im Kreißsaal Ruhe und Zuversicht. Sei einfach da!

Am wichtigsten ist es, sich auf die Partnerin und ihre Bedürfnisse während der Geburt einzustellen. Wenn sie es wünscht, kannst du mit kleinen Dingen helfen. Lies dazu unsere 7 Tipps und du kannst eigentlich nichts falsch machen.

  1. Gut informiert sein:
    Schon im Vorfeld kannst du dich als werdender Vater informieren, was während einer Schwangerschaft und bei der Geburt passiert. Besorge dir ein gutes Buch oder besuche mit deiner Partnerin gemeinsam einen Geburtsvorbereitungskurs für Paare. Redet außerdem im Vorfeld miteinander über eure Vorstellungen. Was erwartet deine Partnerin von dir während der Geburt?

  2. Gut vorbereitet sein:
    Wenn sich der Entbindungstermin nähert, solltest du als Vater jederzeit vorbereitet sein. Die Geburt kündigt sich oft nur kurz zuvor an und nicht alle Babys halten sich an den errechneten Geburtstermin. Sieh zu, dass deine Kliniktasche bereits fertig gepackt ist, dass das Auto keinen leeren Tank hat und die Schlüssel jederzeit griffbereit sind. Auch beim Arbeitgeber solltest du vorzeitig Bescheid geben, dass es jederzeit so weit sein kann. Geplante Geschäftsreisen rund um den Entbindungstermin sollten lieber verschoben werden.

  3. Wenn es losgeht:
    Vermittle deiner Partnerin Stärke und Ruhe. Zeig, dass sie sich jetzt bedingungslos auf dich verlassen kann. Die Wehen können schnell sehr heftig werden. Sieh es deiner Partnerin nach, wenn sie dich anbrüllt. Vielleicht aber fällt es ihr unter den Schmerzen auch schwer, mit dem Krankenhauspersonal zu kommunizieren. Wenn das der Fall ist, entlaste deine Partnerin und übernimm die Kommunikation, wo dies möglich ist. Stelle ruhig auch mal Fragen, warum der Arzt oder die Hebamme etwas tut und sei interessiert an den Abläufen. Das gibt euch beiden mehr Sicherheit.

  4. Streicheln, Hand halten, zuhören:
    Eine Entbindung kann sich über etliche Stunden hinziehen. Sei einfach empathisch und achte auf die Bedürfnisse deiner Partnerin. Möglicherweise möchte sie während einer heftigen Wehe nicht sprechen oder berührt werden. Vielleicht aber hilft es ihr auch, dabei deine Hand fest zu drücken oder wenn ihr beide die Wehen gemeinsam veratmet. Bist du dir unsicher, ob und wie du richtig auf deine Partnerin eingehen kannst, dann frage deine Partnerin ganz offen - am besten während einer Wehenpause.

  5. Helfen, wenn es nötig ist:
    Wie schon erwähnt, ist die Rolle von Vätern bei der Geburt nicht primär eine Helferrolle. Durch das meiste muss Frau wohl alleine durch. Und für medizinische Themen sind im Krankenhaus Hebammen und Ärzte zuständig. Dennoch kann es vorkommen, dass man dich als Vater beispielsweise bittet, beim Umlagern deiner Partnerin zu helfen - zum Beispiel, falls sie sich nach einer PDA nicht mehr selbstständig drehen kann. Vielleicht wirst du deiner Partnerin helfen müssen, auf die Toilette zu gehen. Aber auch kleine, alltägliche Dinge sind hilfreich, wie ihr gelegentlich etwas zu trinken oder zu essen anzubieten oder eine sanfte Massage, falls sie das wünscht.

  6. Entspannt und zuversichtlich bleiben:
    Eine Geburt ist kein zu 100 Prozent planbares Ereignis. Manchmal treten unvorhersehbare Situationen ein - ob das eine Planänderung bezüglich einer Wassergeburt ist, die Gabe einer PDA oder ein ungeplanter (Not-)Kaiserschnitt. Vieles ist möglich und man muss sich flexibel darauf einlassen. Wichtig ist es, dabei möglichst entspannt und zuversichtlich zu bleiben. Denn als Nervenbündel helfen Väter ihrer Partnerin in dieser Situation nicht wirklich.

  7. Es ist geschafft:
    Wenn das Baby das Licht der Welt entdeckt hat, dürfen Väter meist beim Abnabeln helfen. Keine Angst! Mithilfe der Hebamme wirst du alles richtig machen und es wird für dich ein unvergessliches Erlebnis sein. Heutzutage ist es nach einer Geburt üblich, dass das Baby (sofern es ihm gut geht) direkt auf die Brust der Mutter gelegt wird. Für dich als Vater heißt es noch ein klein wenig warten, bis auch du mit dem Kuscheln dran bist.

    Habt ihr im Vorfeld über das Thema Fotografieren gesprochen? Falls ja, ist jetzt der Zeitpunkt ein paar unvergessliche Momente per Kamera festzuhalten. Kurz darauf wird das Baby von einer Hebamme oder Kinderkrankenschwester gemessen und gewogen, außerdem gewaschen, gewickelt und angekleidet. Dabei dürfen die frisch gebackenen Papas für gewöhnlich aus nächster Nähe zusehen und manchmal auch ein wenig helfen.

    Herzlichen Glückwunsch!


Väter im Kreißsaal
 © PublicDomainPictures / Pixabay - Väter im Kreißsaal