Schwanger oder nicht? Typische Anzeichen


Von Windelprinz Redaktion -

Schangerschaftsanzeichen
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Meist ist es die plötzliche Übelkeit, die die Frage nach einer möglichen Schwangerschaft aufwirft. Aber sie ist kein alleiniges Anzeichen dafür, dass sich Nachwuchs ankündigt. Oft sind es nur Kleinigkeiten, die auf den veränderten Zustand hindeuten und manchmal weiß die werdende Mutter es auch einfach. In diesem Beitrag wollen klären, anhand welcher Indizien du auf eine mögliche Schwangerschaft schließen kannst.


Wann melden sich die ersten Schwangerschaftsanzeichen?

Die Antwort auf diese Frage wird dich sicher nicht zufriedenstellen, denn es gibt keinen allgemeinen Zeitpunkt. Bei jeder Frau zeigen sich die Symptome in anderer Weise und Intensität, weil jede Schwangerschaft in einzigartiger Weise verläuft. Ganz typisch ist jedoch die morgendliche Übelkeit, die sich auch über den ganzen Tag erstrecken kann. Sie zeigt sich innerhalb der ersten vier Wochen der Schwangerschaft, kann aber auch sofort nach der Befruchtung beginnen. Einige Schwangere kommen mit der Morgenübelkeit gut zurecht, indem sie vor dem Aufstehen im Bett frühstücken. Bei anderen rebelliert der Magen derart, dass sie das Frühstück nicht bei sich behalten können oder gar nichts essen wollen.


Wenn die Periode ausbleibt

Neben der Schwangerschaftsübelkeit ist ein weiteres Anzeichen für eine Schwangerschaft das Ausbleiben der monatlichen Periode. Frauen, die nicht an der Übelkeit des ersten Trimesters leiden, bemerken oft erst durch die ausgebliebene Regelblutung, dass sie möglicherweise schwanger sind. Aber auch hier ist Vorsicht angebracht. Es gibt Frauen, die noch im dritten Schwangerschaftsmonat ihre Periode hatten und keinerlei weitere Symptome einer Schwangerschaft an sich wahrnehmen konnten. Gewissheit bringt letztendlich nur ein Schwangerschaftstest.

Von Zeit zu Zeit gibt es immer wieder Fälle, in denen die Frauen bis zum Termin der Entbindung keinerlei Ahnung von ihrer Schwangerschaft hatten, weil sie kaum zunahmen und keine der typischen Symptome hatten. Zugegeben, diese Fälle erscheinen kurios, aber sie kommen vor.

Wenn dein Baby geplant ist, wirst du schon in der Frühschwangerschaft nach Symptomen Ausschau halten. Das bedeutet, dass du viel sensibler für das bist, was sich in deinem Körper tut. Frauen, die schon mehrere Kinder geboren haben, können die ersten Symptome der Frühschwangerschaft schon wenige Tage nach der Befruchtung wahrnehmen - sofern sie sensibel dafür sind. Bei der dritten oder einer weiteren Schwangerschaft spannt die Hose unter Umständen schon in der zweiten oder dritten Schwangerschaftswoche. Der Körper kennt nach mehreren Geburten die Vorgänge und wirkt sofort auf die Muskulatur und das Bindegewebe ein. Daher nimmt der Bauchumfang nach mehreren Schwangerschaften viel schneller zu.


Die Haut reagiert übersensibel

Ein weiteres typisches Schwangerschaftsanzeichen ist die plötzliche Empfindlichkeit der Brustwarzen. Shirts, die ohne BH getragen werden, verursachen bei empfindsamen Frauen schon in den ersten Wochen leichte Schmerzen. Auch gegenüber Berührungen können die Brustwarzen sehr empfindlich reagieren. Dieser Zustand normalisiert sich meist nach den ersten drei Monaten, ist neben dem leichten Spannen der Brüste aber ein sehr sicheres Anzeichen für eine Schwangerschaft.

Ist es dein erstes Kind, wirst du diese Symptome einer Schwangerschaft noch nicht zuordnen können. Du wirst ein leicht flaues Gefühl im Magen mit dem Essen des Vortages in Verbindung bringen. Plötzliche Müdigkeit kannst du mit unzureichendem Schlaf erklären und die empfindlichen Brustwarzen haben anscheinend mit einer Entzündung der Haut zu tun. Solltest du in den ersten Schwangerschaftswochen auf einem Boot sein, kann dir schon durch den leichten Wellengang an der Anlegestelle schlecht werden. Wenn Wasser unter den Bootsplanken bis dahin kein Problem für dich darstellte, ist die Übelkeit ein sehr sicheres Anzeichen für eine Schwangerschaft.


Schwanger in Zeiten von Corona
 © Thor_Deichmann / Pixabay - Schwanger in Zeiten von Corona

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Es gibt viele Zeichen

Du siehst, es gibt so viele Zeichen, die von Frau zu Frau unterschiedlich sind und auch von deiner Umgebung abhängig sind.

Manche Frauen erkennen ihre Schwangerschaft, weil sie aus heiterem Himmel auf Gerüche reagieren. Manchmal braucht es nur den Hauch von etwas Süßem und der Magen tritt den Rückwärtsgang an. Dieses Gefühl lässt sich leider nicht unterdrücken, deshalb ist es gut, immer ein kleines Handtuch und Feuchttücher dabeizuhaben. Wenn du schwanger bist, sollten diese Utensilien zur Standardausstattung gehören. Der Geruch beim Bäcker, die Wurst an der Fleischertheke, Kaffee, Blumenerde oder die Abgase der Autos - praktisch alles kann überraschend dafür sorgen, dass du dich übergeben musst. Sogar beim Fahren im Auto.


Typische Schwangerschaftsanzeichen


  • Extreme Müdigkeit
  • Empfindlicher Geruchssinn
  • Ekel vor Lebensmitteln
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Morgenübelkeit
  • Sodbrennen
  • Heißhunger
  • Stimmungsschwankungen
  • Depressive Verstimmungen
  • Gefühlsausbrüche
  • Schlafstörungen
  • Ziehen im Unterleib
  • Vermehrter Harndrang
  • Blähungen
  • Verstopfung
  • Empfindliche Brustwarzen
  • Weiche, rosige Haut
  • Unreine Haut
  • Vermehrter Ausfluss
  • Schwindelgefühl
  • Kopfschmerzen

Lies mehr unter: Schwangerschaftsbeschwerden


Entwickle Sensibilität für deinen Körper

Ist deine Schwangerschaft geplant, kannst du nach Anzeichen einer Schwangerschaft Ausschau halten. Jede Veränderung deiner Befindlichkeit kann darauf deuten, dass sich dein Körper umstellt, weil sich die Eizelle in der Gebärmutter eingenistet hat. Übelkeit, das Spannen der Brüste, überempfindliche Brustwarzen, das Ausbleiben der Periode und ein leichtes Unwohlsein sind sehr auffällige Symptome, die auf eine Schwangerschaft deuten.

Außerdem ändert sich deine Stimmung. Ist das Baby ungeplant, wird es etwas länger dauern, bis du an dir diese Veränderungen bemerkst. Da ist das Verlangen, sich oft zurückziehen zu wollen und vorsichtiger zu sein. Du kommst immer mehr in eine achtsame Haltung, die dafür sorgt, dass du dich schonst. Hast du schon Kinder, wirst du diese Stimmung sehr schnell bemerken. Es ist, als ob sich deine Aufmerksamkeit teilt. Du bist immer noch mit der Außenwelt verbunden, aber gleichzeitig ruht deine Aufmerksamkeit auch in dir.


Wie geht es weiter in der Schwangerschaft?

Wenn du zu den Frauen gehörst, die große Probleme mit der Übelkeit in der Schwangerschaft haben, leidest du an Hyperemesis Gravidarum. So wird der ununterbrochene Brechreiz bezeichnet, mit dem manche Frauen zu kämpfen haben. Normalerweise hat der Körper nach drei Monaten alle Umstellungen abgeschlossen und die Phase des Wohlbefindens beginnt. Beim Auftreten von Hyperemesis Gravidarum wirst du die gesamte Schwangerschaft von einer Übelkeit gequält, die sich über den gesamten Tag erstreckt.

Nahrung und Flüssigkeit können kaum beibehalten werden und du kannst nur zusehen und abwarten. Die gute Nachricht - obwohl Kinder aufgrund dieser Symptome in der Schwangerschaft scheinbar einen Nahrungsmangel durchmachen, sind die meisten Babys bei der Geburt kräftige und völlig gesunde Kinder. Gleichzeitig hört die monatelange Übelkeit schlagartig auf, sobald das Kind entbunden wurde.


Die Wohlfühlphase und das letzte Trimester

In den meisten Fällen lässt sich die Übelkeit der ersten drei Monate gut handhaben. Du musst vielleicht deinen Tagesablauf etwas umstellen und dir Zeit nehmen, auf dein Bauchgefühl zu hören. Bei manchen Frauen lässt sich die Uhr danach stellen, wann ihnen im Verlauf des Tages schlecht wird. Andere sind nur mit einer leichten und unterschwelligen Übelkeit konfrontiert. Nach drei Monaten beginnt die Wohlfühlphase der Schwangerschaft. Dir geht es wieder gut und noch wirst du durch das Gewicht des Babys nicht eingeschränkt. Zum jetzigen Zeitpunkt finden sich kaum belastende Symptome in der Schwangerschaft. Diese tauchen dafür in den letzten Wochen vor der Geburt verstärkt auf.

Ein ganz wichtiges Anzeichen, dass es in den Endspurt geht, ist die Müdigkeit. Durch das Wachstum des Babys trägst du jeden Tag mehr Gewicht mit dir herum, was Energie verbraucht. Wird das Kind im August oder September geboren, bist du im Sommer hochschwanger und wirst jeden Tag am liebsten im Wasser verbringen wollen.

Im letzten Trimester wirst du in deinen Bewegungen langsamer und bekommst weniger Luft, weil deine inneren Organe zusammengedrückt werden. Treppensteigen wird zum Höchstleistungssport und eigentlich möchtest du nur noch liegen. Wenn da nicht der dicke Bauch wäre, der bei allen Liegepositionen im Weg ist. Wasser kann sich in den Beinen und Knöcheln aufgrund des zunehmenden Gewichtes einlagern und auch Sodbrennen ist ein Symptom, das vielfach in einer Schwangerschaft entsteht.


Es wird anstrengend

Deine Nächte werden kürzer, denn zu den Schwangerschaftsanzeichen gehört auch, dass du das Bett unter Umständen mehrmals in der Nacht verlassen musst. Sind die Toilettengänge überstanden, ist dein Nachwuchs aufgewacht und möchte die Nacht zum Tag machen, indem er ausgiebig turnt und mit dir kommunizieren möchte. Der Ratschlag für diese Zeit lautet: Schlafen, wo immer es geht.

In den letzten Wochen vor der Geburt hast du keinen geregelten Tagesablauf. Du musst immer in der Nähe einer Toilette sein. Du brauchst jemanden, der dir in die Schuhe hilft und alle Handreichungen macht, damit du dich nicht unzählige Male von Couch hochschrauben musst. Selbst Spaziergänge werden anstrengend und wenn es schon Kinder in deiner Familie gibt, weißt du, was du als Mutter zu leisten hast.

Im letzten Schwangerschaftsmonat sehnst du den Zeitpunkt der Entbindung herbei. Jede Bewegung ist anstrengend und selbst das Atmen fällt schwer. Nach dem Treppensteigen fällst du ins Bett und musst verschnaufen. Aber das Ziel ist in Sicht. Du musst dich in dieser Zeit schonen und ausschließlich auf deinen Körper hören. Er sagt dir ganz genau, ob du Schlaf, frische Luft oder Flüssigkeit brauchst. Orientiere dich daher nicht an Tabellen und Erfahrungsberichten. Dein Körper schreibt deine Geschichte und kann sich nicht an die Vorgaben anderer Menschen halten.


Symptome einer Schwangerschaft - die Entbindung steht bevor

Die sicheren Zeichen vor der Geburt, die dir sagen, dass es bald losgeht, sind die Senkwehen, der Blasensprung und das Abgehen des Schleimpfropfes. Die Senkwehen schieben dein Baby in die Geburtsposition. Damit ist es startklar, um sein Leben auf der Erde zu beginnen. Die Gebärmutter ist die Schwangerschaft über durch einen Schleimpfropf verschlossen, damit keine Keime zum Baby vordringen können. Steht die Geburt unmittelbar bevor, "geht dieser Pfropf ab", wie es in der Fachsprache heißt. Er wird nicht mehr gebraucht und ausgeschieden.

Ein wirklich unübersehbares Zeichen ist der Blasensprung, der oft im unpassendsten Moment geschieht. (Lies mehr darüber in unserem Beitrag Geburtsphasen: 4 Phasen der Geburt.) Es handelt sich dabei um fast geruchs- und farbloses Wasser, dass aus deinem Körper läuft. Von diesem Moment an solltest du dich hinlegen und ins Krankenhaus bringen lassen, da sich das Baby jetzt auf den Weg macht. Dann hast du zehn Monate Schwangerschaft hinter dir und alles ist vergessen, wenn du deinen Nachwuchs endlich in den Armen hältst. Alles Liebe für diesen Moment.