Geld sparen beim Windelkauf


Von Windelprinz Redaktion -

Geld sparen beim Windelkauf
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Beim Kauf von Windeln stehen Eltern heutzutage vor unzähligen Alternativen. Im Drogeriemarkt finden sich Angebote unterschiedlichster Arten und Preisklassen.

Angefangen von billigen Discounterwindeln und Eigenmarken, über Ökowindeln und Stoffwindelsysteme, bis hin zur exklusiven Premiumwindel - die Palette ist riesengroß. Am bekanntesten und allerorts vertreten sind namenhafte Markenprodukte, wie Pampers oder Lillydoo.

Aber ist teuer immer am Besten? Und wie kann man beim Windelkauf bares Geld sparen? Die Frage lohnt sich und ihr werdet staunen, wieviel Sparpotenzial beim Kauf von Windeln möglich ist.

5.500 Windeln bis zum Töpfchen

Etwa 5 bis 6 Windeln im benötigt ein Baby durchschnittlich am Tag. Bei Neugeborenen sind es anfänglich noch etwas mehr, etwa 6 bis 8 Windeln pro Tag. Bei Kleinkindern hingegen können schon 3 bis 4 Windeln ausreichend sein, denn der Übergang zum Trockenwerden erfolgt oft schrittweise. So werden die Windeln beispielsweise nur noch unterwegs oder nachts benötigt.

Nimmt man also an, dass ein Kind bis zum dritten Lebensjahr durchschnittlich 5 Windeln am Tag benötigt, so ergibt sich von der Geburt bis zum Trockenwerden ein Gesamtbedarf von rund 5.500 Windeln.

Markenwindeln: Bewährte Qualität hat ihren Preis

"Nur das Beste für mein Baby..." -  Das ist die erste Intention vieler Eltern - auch bim Windelkauf. Sie greifen deshalb aus bester Absicht zu den namenhaften Markenwindeln. Im Preis findet sich der gute Name allerdings auch wieder. Beim Marktführer Pampers kostet eine Windel, abhängig von der Windelgröße zwischen 14 und 30 Cent. Für die neue Serie "Pure" bezahlt man Stückpreise bis zu 45 Cent.

Meistens gilt: Je größer die Windel, umso teurer ist in der Regel auch der Stückpreis. Das macht sich häufig über die geringere Stückzahl pro Packung bei packungseinheitlichen Preisen bemerkbar. Wechselt deshalb nicht früher als nötig auf die nächste Größe.

Unser Tipp: Läuft die Windel regelmäßig aus, vergewissert euch zunächst, dass ihr euer Baby richtig wickelt. Die Windel muss an den Bündchen gut abschließen und die beiden Klebestreifen sollten noch gut im mittleren Bereich schließen. Erreichen diese nur noch den Rand des Klebebereichs, sollte man auf die nächste Windelgröße wechseln.

Für eine Pampers der Größe 4 bezahlt man aktuell zwischen 22 und 27 Cent pro Stück in Abhängigkeit vom Modell. Beim Kauf einer Monatspackung lassen sich noch bis zu 2 Cent pro Windel sparen. Der Kauf von Großpackungen bringt ohne weitere Rabatte also geringfügige Vorteile.

Noch tiefer in die Tasche greifen müssen Eltern bei der Windelmarke Lillydoo: Der Stückpreis für eine Windel der Größe 4 beträgt zum Zeitpunkt dieses Artikels 34 Cent. Die Monatspackung bringt auf den Stückpreis bezogen ebenfalls bis zu 2 Cent Ersparnis. Günster wird es beim Bezug per Windel-Abo.

Ökowindeln  -  Gut für die Umwelt?

Mit einem Blick auf die Umwelt und nicht zuletzt auf die Müllberge, die allein durch Wegwerfwindeln entstehen, entscheiden sich viele Eltern zur Verwendung von Ökowindeln. Diese gibt es in Form von Drogeriemarkt-Eigenmarken, z. B. Babylove (dm) oder auch von Marken wie Eco by Naty oder Moltex. Die Stückpreise bei der Babylove Ökowindel betragen derzeit, je nach Größe, zwischen 16 und 20 Cent.

Ökowindel
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Für eine Ökowindel der Größe 4 bezahlt man bei Babylove aktuell 18 Cent. Dagegen beträgt der Stückpreis für eine Moltex 27 Cent und für eine Ökowindel von Naty 34 Cent.

Apropos "Müllberge": Wusstet ihr, dass jeden Tag rund 8 Millionen Windeln in deutschen Mülleimern landen? Ein Grund mehr, um über den Kauf von Öko- oder Stoffwindeln nachzudenken.


Windelnproduktion
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Discounterwindeln

Hinterfragt man die Preise von Marken- und Ökowindeln, so schwindet die Euphorie schnell dahin. Unbestritten macht sich sowohl der Kauf namenhafter Premiumwindeln, wie auch der Kauf der umweltbewussteren Ökowindeln im Portemonnaie schmerzlich bemerkbar. Spätestens nach einer ersten Hochrechnung über die gesamte Nutzungsdauer, richten Eltern ihre Aufmerksamkeit dann auch auf die Discounterwindeln, die zuvor unbeachtet im Ladenregal zurückblieben.

Drogeriemarktketten, wie dm und Rossmann, bieten ihre Eigenmarken Babylove (dm) und Babydream (Rossmann) zum vergleichsweise günstigen Preis an. Sie liegen zwischen 9 und 18 Cent pro Stück und auch hier kann man beim Kauf von Großpackungen sparen.

Eine Babylove Discounterwindel der Größe 4 kostet derzeit 14 Cent pro Stück. Verglichen mit dem Stückpreis einer Premiumwindel ist das Sparpotenzial über einen längeren Zeitraum hinweg enorm.

Das Revival der Stoffwindel

Heutzutage setzen Familien zunehmend auf Nachhaltigkeit. Preis- und Umweltbewusstsein rücken dabei an Stelle der Convenience. Deshalb entschieden sich Eltern wieder häufiger für ein Stoffwindelsystem. Stoffwindeln erlebten in den letzten Jahren ein Revival.

Stoffwindel
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Die Investition in Windelhöschen und Einlagen liegt je nach System bei ca. 500 Euro. Fairerweise muss man hier allerdings noch deren Reinigung berücksichtigen. Hinzu kommen also noch Kosten für Strom, Wasser und Waschmittel. Für die ersten drei Lebensjahre rechnen wir nochmals rund 200 Euro hinzu.


Stoffwindeln
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Fazit

Die Spanne zwischen Discount- und Markenwindeln ist groß.  Nimmt man den Preis einer 4er Windel vereinfachend als Durchschnittspreis an, so ergeben sich für die ersten 3 Lebensjahre folgende Windelkosten:

Produkt Gesamtkosten
Pampers "Pure"ca. 1.870 - 2.035 Euro
Lillydoo Windelnca. 1.870 Euro
Naty Öko-Windelnca. 1.870 Euro
Moltex Öko-Windelnca. 1.485 Euro
Pampers Windelnca. 1.210 - 1.485 Euro
dm Babylove Öko-Windelnca. 990 Euro (Anm.: keine Windeln in Größe 1)
dm Babylove Windelnca. 770 Euro
Rossman Babydream Windelnca. 660 - 715 Euro
Stoffwindelnca. 700 Euro

Anhand unseres vereinfachten Rechenbeispiels ergibt sich ein Sparpotenzial von bis zu 1.300 Euro. Doch es ist noch mehr möglich. Abschließend möchten wir euch noch unsere 5 besten Zusatz-Spartipps mit auf den Weg geben:

5 Spartipps beim Windelkauf


  • Denkt über die Verwendung von Stoffwindeln nach.
  • Gebt Discounterwindeln und Eigenmarken eine Chance.
  • Prüft die Preisvorteile bei Großpackungen.
  • Nutzt Kundenkarten, Cashback Systeme, Coupons und Windel-Abos.
  • Achtet darauf, dass ihr euer Baby richtig wickelt.

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