Eltergeld-Details
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Elterngeld: Alles Wissenswerte zum Thema

Zuletzt aktualisiert: 09/2018

Zeigt der Schwangerschaftstest zum ersten Mal im Leben ein positives Ergebnis, beginnt eine spannende Zeit. Nicht nur gesunde Ernährung und Geburtsvorbereitung stehen nun auf dem Plan, sondern auch die Planung des künftigen Lebens als Familie. Auch finanzielle Belange sollten hierbei nicht vergessen werden. Ein besonders wichtiger Aspekt ist das Elterngeld. Hier finden künftige Eltern einen umfangreichen Überblick.



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Wer darf Elterngeld beziehen?

Grundsätzlich zahlt der Staat das Elterngeld an jene aus, die ein Baby zur Welt bringen. Es soll dabei helfen, die finanziellen Einbußen in der ersten Zeit mit dem Kind abzumildern, um Familien nicht in Bedrängnis zu bringen. Sowohl Arbeitnehmer als auch Selbständige, Studenten und Arbeitslose können einen Antrag auf Elterngeld stellen. Wer sich schon vor der Geburt trennt, muss wissen: Nur derjenige, bei dem das Kind zu über siebzig Prozent lebt, kann Elterngeld erhalten.


Eltergeld-Anspruch
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Die meisten Schwangeren in Deutschland können nach der Geburt Elterngeld beziehen.

Die Voraussetzungen für den Bezug von Elterngeld sind klar geregelt. So dürfen Eltern die Leistung nur dann erhalten, wenn

  • sie ihr Baby selbst betreuen
  • sie maximal dreißig Stunden in der Woche arbeiten
  • das Baby in ihrem Haushalt lebt
  • sie einen Wohnsitz in der Bundesrepublik vorweisen können.

Auch das Einkommen spielt eine Rolle bei der Berechtigung. Da das Elterngeld eine Unterstützungsleitung darstellt, nimmt das Gesetz Eltern mit sehr hohem Einkommen aus. Wer also gemeinsam im Jahr vor der Geburt mehr als 500.000 Euro verdient hat, kann kein Elterngeld erhalten. Grundlage hierfür ist nicht das Bruttogehalt, sondern das zu versteuernde Einkommen. Für Alleinerziehende liegt diese Grenze bei 250.000 Euro. Hier ist davon auszugehen, dass Familien die finanzielle Belastung der Babyzeit durch Rücklagen selbst stemmen können.

Formen des Elterngeldes

Es gibt zwei verschiedene Arten, Elterngeld zu beziehen. Die klassische Variante ist das sogenannte Basiselterngeld, das bis zu vierzehn Monate lang ausgezahlt werden kann. 14 Monate aber sind nur dann möglich, wenn beide Elternteile einen Antrag stellen. Hier stehen jedem Elternteil höchstens zwölf und wenigstens zwei Monate zur Verfügung. Es ist also beispielsweise möglich, dass die Mutter zehn Monate Elterngeld bezieht, während der Vater sich für vier Monate entscheidet. Das ist immer beliebter, denn die Anzahl der Väter, die ebenfalls Elternzeit nehmen, steigt. In 2017 nahmen laut Statistik etwas mehr als 1,35 Millionen Frauen und 406.000 Männer Elterngeldleistungen in Anspruch.


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Die zweite Möglichkeit des Elterngeldbezuges nennt sich "Elterngeld Plus". Hierbei handelt es sich um eine Sonderform, die zur Unterstützung arbeitender Eltern dienen soll. Dann wird das Elterngeld doppelt so lange ausgezahlt, wobei sich die monatlichen Beträge halbieren. Der Vorteil liegt in der modifizierten Anrechnung von Verdiensten während der Bezugszeit, weswegen am Schluss mehr vom Elterngeld übrig bleibt. Auch können Eltern im Rahmen des Elterngeld Plus Konzeptes einen Partnerschaftsbonus in Anspruch nehmen. Betreuen sie ihr Kind rund vier Monate lang gleichzeitig und arbeiten sie hier nicht mehr als 25 bis dreißig Stunden pro Woche, stehen ihnen vier zusätzliche Monate Elterngeld zu.

Möglich ist es außerdem, Basiselterngeld und Elterngeld Plus sowie den Partnerschaftsbonus miteinander zu kombinieren und die Zeit so optimal auszunutzen. Beispielrechnungen hierfür finden Eltern bei elterngeld.de.

Wie hoch fällt das Elterngeld aus?

Welcher Betrag während der Bezugszeit ausgezahlt wird, errechnet sich anhand des Nettoeinkommens. Der Elternteil, der Elterngeld beantragt, muss hierfür seine Einkünfte der letzten zwölf Monate vor der Geburt belegen. Ausgenommen von der Berechnung sind die Mutterschutzfrist und eventuelle Einkommens-Einbußen aufgrund schwangerschaftsbedingter Krankheitsausfälle. Wie hoch das durchschnittliche Nettoeinkommen ausfällt, entscheidet über die Höhe des Elterngeldes. Hierbei wird ein gewisser Prozentsatz gewählt, der mit der Höhe des Nettoeinkommens sinkt. Mindestens aber erhalten Eltern dreihundert und höchstens 1.800 Euro monatlich. Auch Zuschläge bei Mehrlingsgeburten und schon existierenden Geschwistern sind möglich.


Eltergeld-Höhe
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Die Höhe der Zahlungen wird individuell berechnet.

Versteuert werden muss das Elterngeld nicht. Es wirkt sich allerdings auf den sogenannten Progressionsvorbehalt aus, der über den Einkommenssteuersatz entscheidet. So kann das Elterngeld durchaus eine etwas höhere steuerliche Belastung mit sich bringen. Wer Arbeitslosengeld II, Kinderzuschlag oder Sozialhilfe bezieht, sollte außerdem wissen, dass das Elterngeld hier sofort angerechnet wird, weswegen sich keine nennenswerte Erhöhung des Einkommens ergibt.


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Wie wird das Elterngeld beantragt?

Wer bereits den Geburtstermin berechnen konnte, kennt auch den etwaigen Zeitpunkt, zu dem Elterngeld beantragt werden darf. Das nämlich ist nur nach der Geburt möglich. Hier sollten Eltern recht zügig handeln, denn das Elterngeld kann höchstens drei Monate rückwirkend gezahlt werden. Wer den Antrag also erst sechs Monate nach der Geburt stellt, verliert seinen Anspruch auf drei Monate. Da die Zeit mit Baby jedoch stressig sein kann, lohnt es sich, den Antrag schon vor der Geburt weitestgehend auszufüllen. Dann müssen nur noch wenige Angaben eingetragen und Unterlagen beigefügt werden und die Antragsstellung geht schneller von der Hand.


Eltergeld-Antrag
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Der Antrag auf Elterngeld kann erst nach der Geburt gestellt werden.

Verantwortlich für die Aufnahme eines Elterngeldantrages ist die jeweils zuständige Elterngeldstelle. Hier sollten Eltern genau hinsehen, denn die Antragsformulare unterscheiden sich von Bundesland zu Bundesland. In sortierter Listenform stellt familienportal.de die Formulare unkompliziert zur Verfügung. Damit es nach dem Antrag möglichst keine Rückfragen oder Nachforderungen fehlender Dokumente gibt, sollten Eltern bei der Zusammenstellung aller notwendigen Punkte sehr sorgfältig vorgehen. Zusätzlich zum vollständig ausgefüllten Antrag müssen auch

  • die Geburtsurkunde des Babys
  • alle Einkommensnachweise,
  • Kopien der Personalausweise von Mutter und Vater,
  • die Bescheinigung der Krankenkasse über die Zahlung von Mutterschaftsgeld,
  • die Bescheinigung des Arbeitgeberzuschusses bei Mutterschaftsgeld
  • sowie die Bescheinigung des Arbeitgebers über die bewilligte Elternzeit

eingereicht werden. Sollten eventuell weitere Unterlagen nötig sein, informiert die individuelle Elterngeldstelle im Rahmen eines kurzen Anrufs darüber.

Sobald der Antrag eingereicht wurde, erfolgt die Bearbeitung und Eltern erhalten einen Bescheid über die genaue Höhe der künftigen Zahlungen. Wie lange es konkret dauert, bis das Elterngeld zum ersten Mal überwiesen wird, ist unterschiedlich und hängt von der aktuellen Auslastung der Behörde ab.


Weiterführende Links zum Elterngeld:


▶ Wichtige Anträge im Überblick: Mutterschaftsgeld, Elterngeld, Kindergeld
▶ Familienportal (BMFSFJ) - Elterngeld
▶ Elterngeldrechner des Bundesministeriums (BMFSFJ)

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